Historie der Tennis-Abteilung

Seit 1981 Tennissport auf dem Waldspielplatz

Die Idee, auf dem Waldspielplatz Tennisplätze zu errichten, stammte von Rudi Badura, damals Abteilungsleiter Fußball beim MTV. Er wollte in erster Linie den Fußballern für die Zeit nach ihrer aktiven Zeit ein sportliches Betätigungsfeld bieten und sie damit gleichzeitig auch ein wenig an den Verein binden. Sein erster Anlauf im Jahre 1979 scheiterte zwar, aber aufgrund seiner Beharrlichkeit und Überzeugungsarbeit und insbesondere auch durch die Unterstützung des damaligen MTV-Vorstandes Roland Quaiser konnte aus der Idee eine konkrete Planung entstehen.

Am 11. November 1980 fand in der Vereinsgaststätte die Gründungsversammlung statt, zu der 58 Interessierte erschienen. Der Bau der Plätze wurde noch im gleichen Monat von der MTV-Hauptversammlung genehmigt. Schließlich fanden sich 75 Familien, die mit einem Betrag von je 1000 DM den Grundstock für die Finanzierung von 2 Tennisplätzen legten, die neben der Turn- bzw. Tischtennishalle angelegt werden sollten. Die restlichen Gelder wurden aus Zuschüssen bzw. vom Hauptverein eingebracht. Die Platzkosten betrugen ca. 120.000 DM. Als Abteilungsleiter wurde Gerhard Kunz, als Stellvertreter Inge Tscharnke und als Kassier Barbara Krcek gewählt.

Viele Hürden waren nun zu nehmen. Der Waldspielplatz ist Landschaftsschutzgebiet und so galt es, Sport und Natur miteinander in Einklang zu bringen. Einige Auflagen sowie ein Bepflanzungsplan mussten erfüllt werden. Im Frühjahr 1981 begann man schließlich mit dem Bau der Plätze, wobei besonders MTV-Vorstand Roland Quaiser alle Hände voll zu tun hatte. Natürlich verlief - wie bei vielen anderen Bauprojekten - auch hier nicht alles reibungslos. Starke Regenfälle ließen einen Teil des  aufgeschütteten Platzes wegrutschen und es bedurfte großer Anstrengungen, den Schaden zu beheben.

Am 14. April 1981 beschloss man bei der ersten Mitgliederversammlung die Abteilungsrichtlinien. Darin wurde für die ersten 5 Jahre die Mitgliederzahl auf 75 Familien begrenzt. Da nur zwei Plätze zur Verfügung standen, wurde zudem festgelegt, dass kein Punktspielbetrieb durchgeführt wird. Die große Mehrheit der Mitglieder bestand aus Tennisanfängern, die sich nach Fertigstellung der Plätze im Juni mit großem Eifer den Tücken von Schläger und Filzball gegenüber sahen. Am 15. Mai 1982, im Rahmen der Feiern zum 120-jährigen Bestehen des Hauptvereins, konnte MTV-Vorstand Roland Quaiser zur offiziellen Einweihung der Plätze durch Stadtpfarrer Baumgärtner viele geladene Gäste begrüßen und die Tennisabteilung als jüngsten Spross der MTV-Familie vorstellen.

Im Laufe der Zeit wurde rund um die Plätze auch investiert. So errichtete man 1984 eine Flutlichtanlage, die es gestattet, auch im Herbst noch abends Sport zu treiben und das Ende der Saison etwas hinauszuschieben. 1992 wurde ein Teil des Übungsraums in ein Tennisstüberl mit Getränkeautomat und kleiner Küche umgebaut. Außerdem errichtete man eine zweckmäßige Veranda, auf der man wunderschön sitzen und die Spiele beobachten kann. Im Jahre 1996 wurden durch den Hauptverein die Sanitär- und Umkleideräume, die von anderen Abteilungen mitbenutzt werden, vollkommen renoviert. Dabei ging außerdem ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung, denn es entstand für die Damen der Tennisabteilung ein separater Umkleideraum. Die Veranda wurde 2001 mit einem stabilen Dach versehen. (-> Impressionen 1981 - 2000)


Schon 1983 führte der Wunsch, sich sportlich zu messen und die eigenen Fähigkeiten einordnen zu können, dazu, ein Ranglistensystem einzuführen. Drei Jahre später wurden dann mit jeweils großer Beteiligung die ersten Vereinsmeisterschaften ausgerichtet. Bei den Damen dominierten Marianne Quaiser und Karin Kunz, bei den Herren beherrschten Lorenz Lochhuber und Erwin Weber über Jahre das Feld.


Nach Ablauf der ersten 5 Jahre wurde die Familienmitgliedschaft in eine Einzelmitgliedschaft geändert. Die neuen Richtlinien sahen eine Begrenzung auf 120 Vollmitglieder, d.h. Jugendliche und Kinder, vor. Interessenten wurden in eine Warteliste aufgenommen. Im Jahre 1995 beschloss die Mitgliederversammlung, diese fixe Grenze aufzuheben. Danach wurde einmal im Jahr über die Zahl der Neuaufnahmen abgestimmt. Derzeit ist eine Aufnahme problemlos möglich.


Obwohl Punktspiele ursprünglich nicht vorgesehen waren und deshalb in den ersten Jahren nur Freundschaftsspiele ausgetragen wurden, meldete man - nach einem vergeblichen Anlauf 1988 - schließlich doch im Jahre 1990 nach einer Richtlinienänderung eine Herrenmannschaft für den Punktspielbetrieb an. Schon im zweiten Jahr wurde der Aufstieg geschafft.

Die Herren wechselten 1993 zu den Jungsenioren und auch hier erreichten sie im zweiten Jahr die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksklasse 3. Leider konnte ab dem Jahre 1996 keine Mannschaft mehr gebildet werden. 

Auch im Nachwuchsbereich entschloss man sich schließlich 1992,  am Punktspielbetrieb teilzunehmen. In der Bambinimannschaft konnten die Kinder die ersten Erfahrungen im harten Wettbewerb sammeln. 1993 wechselten die Bambini zu den Knaben und schließlich 1995 in die Altersklasse Junioren. Hier konnten die Mannschaft in der Saison 1997 die Meisterschaft in der Kreisklasse 1 erreichen.

In Jahr 1998 konnte die Junioren-Mannschaft aus Personalmangel leider nicht mehr am Punktspielbetrieb teilnehmen. Dafür hat sich unsere Senioren-Mannschaft neu formiert und konnte Erfahrung in der Kreisklasse 2 sammeln.

Die Senioren-Mannschaft hat sich 1999 personell verstärkt und erreichte einen sehr guten 4. Platz. In der Saison 2000 spielte die Senioren-Mannschaft in der Altersklasse Herren 50, seit der Saison 2001 bei den Herren 55.

Die meisten Mitglieder der erfolgreichen Jungsenioren-Mannschaft gründeten zur Saison 2000 eine Herren 40 - Mannschaft, konnten gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die Kreisklasse 1 und 2001 in die Bezirksklasse 3 feiern, aus der man 2002 leider wieder absteigen musste.

Im Jahre 2003 zog sich die Herren 55 aus dem Punktspielbetrieb zurück, dafür fanden sich 12 Damen und meldeten sich für die Damen 40-Konkurrenz an. 


Für die Mitglieder der Abteilung steht ein Trainer zur Verfügung. Auch externe Trainer werden bei Bedarf den interessierten Mitgliedern vermittelt.

Traditionell wird die Tennissaison jeweils im Frühjahr mit einem Schleiferlturnier eröffnet bzw. im Herbst geschlossen.

Sportliche Höhepunkte sind die Punktspiele und die Vereinsmeisterschaften. Das Sommerabend- und das Volksfestturnier haben mehr geselligen Charakter.

Nach wie vor werden die Plätze von den Mitgliedern selbst in jedem Frühjahr für die Saison vorbereitet und mit Hilfe des Platzwartes instandgehalten. Unsere Platzwarte sorgten immer dafür, dass sich die Plätze für die Mitglieder in optimalem Zustand befanden. Nach Herrn Klose hatte uns Herr Bohn vorbildlich unterstützt und seit 1996 hat Herr Zimmermann diese wichtige Aufgabe übernommen.

Dem unermüdlichen Arbeitseinsatz der Mitglieder beim Bau wie auch in den Jahren danach ist es zu verdanken, dass auf dem Waldspielplatz der Tennissport in einer Umgebung betrieben werden kann, wie man sie idyllischer kaum findet.