MZ Einsteiger Triathlon im Rahmen der Challenge Regensburg 

schwimmstart

14.08.2016 bin ich zu meinem ersten Triathlon angetreten. Zunächst nur als Vorbereitung und Reinschnuppern gedacht, waren letztendlich alle meine Verwandten und Freunde Feuer und Flamme dabei zu sein und unterstützten mich sowohl finanziell, organisatorisch als auch vor Ort. Die Kulisse und das Wetter waren natürlich auch perfekt für Zuschauer: Bei strahlendem Sonnenschein in der wunderschönen Weltkulturerbe Stadt Regensburg; wer wäre da nicht gern dabei gewesen. Am Samstag vor dem Wettbewerb musste man bereits sein Rad einchecken, da in der Früh vor unserem Einsteiger Triathlon die Profis bereits seit 4 Stunden auf der Langdistanz unterwegs waren. Bei der Anfahrt zum See sah man bereits den Startbogen, die Bojen im Wasser und die erste Wechselzone gefüllt mit Rädern. Ab dem Zeitpunkt wusste ich: Ich mach das wirklich, mein erster Triathlon! Das waren Glücksgefühle. Nachdem ich alle meine Fragen losgeworden war, war die Hälfte der Helfer verwirrter als davor. Trotzdem muss man an dieser Stelle die ausgezeichnete Organisation der Veranstaltung durchaus mal loben. Sonntagmorgen ging es dann zeitig wieder Richtung Regensburg. Auf dem Weg zum Start lief ich entgegen der Radrichtung und wurde direkt von einigen Zuschauern gefragt, was mir denn passiert sei, warum ich nicht weiter fahren könne. Also optisch wurde ich schon mal für einen erfahrenen Triathleten gehalten.

StartvorbereitungSehr gut, weiter! Am See schaute ich mir dann die letzten Schwimmer der Langdistanz an. Nur mehr 1 Stunde bis zu meinem eigenen Start. Nach der Einweisung und dem Einschwimmen im brrr eiskalten See wurde es also Ernst. Wir marschierten an den Start, das Herz pochend im Hals, den Trainer im Kopf: „Außen starten, Feld im Blick, aus dem Gemetzel raushalten, Brustschwimmer großzügig umschwimmen.“ 10, 9, 8, …., 2, 1, und rein in den See. Panik! Ich seh nichts. Erstes Mal im Freiwasser, ungewohnt. Und na klasse Brustschwimmer neben mir, Wasser zu kalt, gleich mal Luft weggeblieben. Ok weiteratmen, Gas geben, Brustschwimmer abhängen oder oh hups Nebenmann gewatscht, naja hat er freiwillig gebremst, auch gut. So weiter, wo muss ich eigentlich hin?? Boje gefunden, immer darauf zu halten. Man sind die anderen schnell, Luft, Luft, Luft. Ok kurz Brustschwimmen und orientieren. Ne zu langsam wieder Kraul, Rhythmus finden. An der Boje angekommen: so viele Leute hier, au Ellenbogen kassiert, aber weiter nur noch 200m. Armzug, Atmen, Armzug, Atmen. Ab dem Zeitpunkt hatte ich meinen Rhythmus gefunden, nur die ganzen Menschen um mich herum…ungewohnt: vor mir Füße, neben mir Arme, an meinen Füßen irgendwelche Arme. Kuschelig hier. Anfängliche Panik überwunden. An der nächsten Boje selber die Ellenbogen ausgefahren. Ging schon besser. Gleich darauf einen ordentlichen Schluck vom hier liebevoll genannten „Guggi“ genommen, 10s gehustet und bereit für die letzten 100m auf der Zielgeraden gemacht. Puuh 400m sind länger als gedacht, wenn man die so in Wettkampfgeschwindigkeit schwimmt. Neuer Gedanke: Wie kommt man eigentlich aus dem See wieder raus? Ist doch bestimmt flach wie beim reinlaufen? Nicht, dass ich dann strande wie ein Wal. Also ca. 10m vorm Ufer immer wieder nach unten getastet, ob man nicht schon stehen kann. Natürlich nicht. Am Vordermann orientiert, wenn der stehen kann, kann ich das auch. Ohne Unfall aus dem Wasser gekommen. Draußen nach meinem Onkel Ausschau gehalten. Der wollte doch hier stehen und zuschauen.

Ahhh Halloooo!! Ich bin lebend aus dem See gekommen :DWechselzone 1

So Beutel suchen, rein in die Schuhe, rauf aufs Bike. Trainer im Kopf: „erst den Helm, ERST DEN HELM!“ Ok erst den Helm, dann zur Startlinie schieben, dann aufs Bike. Und los! Von Neutraubling rein nach Regensburg. Wo sind eigentlich alle anderen? Die meiste Zeit war ich ganz allein unterwegs. Die Gruppe vor mir, war viel zu schnell. Nach mir kam auch nur vereinzelt mal einer von der Challenge vorbei. Einmal hab ich fast einen Polizisten mitgenommen, weil die so doof auf der Strecke standen, ok vielleicht hätte man um den rum fahren sollen. Zu spät erkannt. In solchen Momenten wäre einer vor mir hilfreich gewesen. In der Einweisung wurde uns noch erklärt an einer Stelle würde sich die Strecke teilen, rechts nach Regensburg, links für die Challenge. Oder war es links nach Regensburg. So verwirrt fuhr ich dann an die Stelle hin. Helfer können uns nicht helfen hatte es geheißen. Konnten sie schon, nur ein bisschen langsam. Die Geschwindigkeit vom Berg davor war dann leider raus. Kurz vorm Dultplatz wollte mich dann noch eine Mitstreiterin überholen. Denkste, jetzt nicht mehr. Gas geben und vor ihr in der Wechselzone. Bis zur Markierung vorgefahren. Wohin mit dem Rad? Oh ein netter Helfer. Rad abgenommen. Und jetzt? Ein anderer Helfer läuft mit mir mit. Schreit seinem Kumpel meine Startnummer zu. Der sucht meinen Beutel, drückt ihn mir in die Hand und stellt mich bei der nächsten Helferin ab, die mir meine Laufschuhe aufmacht (ja hätte man vorm Wettbewerb selber machen sollen :D) Nett hier alle. Da ist mein Rad bestimmt auch gut betreut. Meine ganz persönliche Betreuung. So jetzt bitte Luft anhalten, ich zieh meine Radschuhe aus. Jetzt nur noch 3km laufen. Ist ja garnicht mehr weit. Raus aus dem Zelt. Oh Puddingbeine. Schön eigentlich müsst ich auch mal auf die Toilette. Oh die Donau. Oh nein kein Schatten. Anstrengend. Jetzt nicht mehr aufgeben, laufen, laufen, rechts, links, schnauf, schwitz. Rein in die Altstadt über Stadtamhof zwischen den kleinen Häusern durch, über die neu renovierte Steinerne Brücke, durch endlich schattige Gassen bis zum Neupfarrplatz. Eeendspurt!! Hier stehen doch auch irgendwo meine Freunde. Oder nicht? Nein ich hatte sie erst eine halbe Stunde später herbestellt.

Vroni glücklich im ZielHoppla zu schnell ;) Leute macht Triathlon! Es macht so viel Spaß an seine Grenzen zu gehen. Das Gefühl nach solch einer sportlichen Aktivität: unbezahlbar!